Fenster

Gerade weil Fenster und Fenstertüren als Einstiegspunkte besonders beliebt sind, ist es sinnvoll, sie fachmännisch zu schützen.

Die Statistiken der Kriminalpolizei sprechen eine klare Sprache: Einbrüche erfolgen zum großen Teil durch Überwinden von Fenster oder Fenstertüren, besonders bei privaten Wohnobjekten. Bei Einfamilienhäusern liegt der Anteil bei 75 %. Leicht zugängliche Balkon- und Terrassentüren sind besonders gefährdet.

Bei den Einbrechern handelt es sich überwiegend um Gelegenheitstäter, die ihr Vorhaben bei Anzeichen von Widerstand, spätestens nach zwei Minuten abbrechen. "Standardfenster" mit Rollzapfen-Verriegelung und ISO-Scheiben, wie sie millionenfach in deutschen Haushalten vorhanden sind, weisen selten eine Widerstandzeit von über 20 Sekunden auf.

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Ein Drittel der Einbruchversuche scheitert an vorhandener Sicherheitstechnik. Ein Beleg dafür, dass durch den Einsatz von Sicherungstechniken die Wahrscheinlichkeit, Opfer eines Einbruchdeliktes zu werden, erheblich reduziert wird.

Bei Neu- und Umbauten sollten einbruchhemmende Fenster eingesetzt werden, um die deutlich höheren Kosten bei nachträglichen Austauschaktionen zu vermeiden.

Bei bestehenden Fenstern kann die einbruchhemmende Wirkung auch durch den Austausch einzelner Komponenten oder das Anbringen von zusätzlichen Nachrüstsicherungen punktuell verbessert werden. Die bestehenden Beschläge können gegen einbruchhemmende Beschläge mit Pilzkopfzapfen in Kombination mit absperrbaren Fenstergriffen ersetzt werden

 

Nachrüstsicherungen sind eine preiswerte Alternative zum Totalaustausch gegen einbruchhemmende Elemente. Sie müssen in Bauart und Anzahl auf das zu sichernde Element abgestimmt sein. Leider stören nachträglich angebrachte Zusatzverriegelungen oft den Gesamteindruck des Fensters, besonders wenn mehre Zusatzverriegelungen (Schloss- und Bandseite) angebracht sind. Beim Kauf von Nachrüstprodukten sollte auf geprüften Produkte zurückgegriffen werden. Vom VdS geprüfte Zusatzverriegelungen tragen das Zeichen "VdS anerkannt".

Eine weitere Schutzmöglichkeit für leicht erreichbare und naturgemäß häufig gekippte Fenster (wie WC-Fenster) sind stabile Fenstergitter. Diese Gitter sollten einen möglichst geringen Stababstand haben und fest im Mauerwerk verankert sein.