Der Einbrecher ist im Haus: Richtiges Verhalten bei einem Einbruch

Fakt ist: Die meisten Einbrüche gibt es, während die Bewohner nicht im Haus sind. Was aber tun, wenn sich Einbrecher doch Eintritt verschaffen, wenn man sich vor Ort aufhält? So verhalten Sie sich im Falle eines Einbruchs richtig.

 

Im Jahr 2018 sank die Zahl der Einbrüche laut polizeilicher Statistik erstmalig wieder unter das Niveau von 1997. Dennoch bleibt das Thema allgegenwärtig – insbesondere vor Ferien und Feiertagen.

 

Ankunft zu Hause: Einbruchsspuren überall und nun?

Grundsätzlich gilt, dass die meisten Einbrüche stattfinden, während die Bewohner nicht zu Hause sind. Einbrecher testen dies häufig durch Klingeln oder einen Anruf auf dem Festnetz. Kommen Sie zu Ihrem Zuhause und sehen Sie bereits an der Tür oder den Fenstern Einbruchsspuren, sollten Sie das Gebäude gar nicht erst betreten. Verständigen Sie sofort die Polizei. Fallen Ihnen erst in der Wohnung Einbruchsspuren auf, verlassen Sie das Gebäude umgehend und rufen Sie ebenfalls die Polizei an. Versuchen Sie, Ruhe zu bewahren. Ist Ihnen die Situation unheimlich, warten Sie bei einem Nachbarn auf das Eintreffen der Ordnungskräfte.

 

Kein Risiko eingehen: Der Einbrecher befindet sich im Gebäude

Besteht auch nur ansatzweise die Möglichkeit, dass sich der oder die Einbrecher noch im Gebäude befinden, gehen Sie kein Risiko ein. Von einer falschen Heldentat profitiert niemand, am wenigsten Sie selbst. Verschwundene Technik, fehlendes Geld, Schmuck oder andere Wertgegenstände sind zwar ärgerlich, jedoch ersetzbar – Ihre Gesundheit nicht. Der oder die Täter könnten in Panik geraten oder bewaffnet und zu allem bereit sein. Polizisten sind auf solche Situationen vorbereitet und trainiert; sie wissen, wie sie wann am besten reagieren.

 

Ihnen fallen keine Einbruchsspuren bei Ihrer Ankunft zu Hause auf, Sie haben jedoch das Gefühl, es könnte jemand Fremdes in der Wohnung sein? Machen Sie sich beispielsweise durch Rufen bemerkbar und verlassen Sie danach SOFORT das Haus oder die Wohnung. Kaum ein Einbrecher möchte mit dem Bewohner zusammentreffen, dessen Heim er gerade ausräumt. Machen Sie es dem Einbrecher so leicht wie möglich, das Gebäude zu verlassen, und vermeiden Sie JEDE Konfrontation. Damit stellen Sie sicher, dass es nicht zu einer gefährlichen Kurzschlussreaktion kommen kann. Sehen Sie den oder die Täter, versuchen Sie sich viel zu merken: beispielsweise Gang, Größe, Haarfarbe und eventuelle Auffälligkeiten. Auch Fahrzeuge, Fluchtweg und dergleichen sind wichtige Hinweise für die Polizei.

 

Werden Sie im Schlaf von einem Einbrecher überrascht, schalten Sie das Licht ein und machen Sie sich durch viel Lärm bemerkbar. Dadurch erkennt der Einbrecher, dass er nicht alleine im Haus ist. Wenn Sie ein Handy besitzen, verständigen Sie umgehend die Polizei. Besonders wichtig ist in diesem Fall ein defensives Verhalten, um den Täter nicht unnötig zu reizen. Versperren Sie ihm nicht den Fluchtweg, damit er nicht in Panik gerät, und versuchen Sie, zufällige Konfrontationen zu vermeiden. Hier gilt ganz besonders: Eigenschutz geht vor!

 

Ganz wichtig: Versuchen Sie keine Spuren zu zerstören

Es mag zwar traurig sein, wenn Bilder auf dem Boden liegen und unschön aussehen, wenn Vasen zerbrochen und Sofakissen überall verstreut sind, doch lassen Sie sie bitte liegen. Für die Kriminalisten kann das Chaos wichtige Hinweise enthalten, die der Laie nicht erkennt.

 

Welche Maßnahmen Sie ergreifen sollten

Hilfreich ist es, wenn Sie der Polizei eine Liste mit gestohlenen Wertgegenständen übergeben können. Im besten Falle haben Sie schon im Vorwege ein Verzeichnis mit Ihren Wertgegenständen erstellt, welches am besten auch Fotos, vor allem von Schmuckstücken u. ä. , enthält.

 

Haben die Täter eine EC- und / oder Kreditkarte erbeutet, lassen Sie diese unverzüglich mit dem Sperrnotruf 116 116 sperren. Befand sich unter der Beute ein Handy oder Smartphone müssen Sie dieses genau wie Sparbücher und Ähnliches ebenfalls sofort sperren lassen. Was viele Bürger nicht wissen: was für uns der Personalausweis und für Tiere der Chip ist, ist für das Handy die 15-stellige sogenannte IMEI-Nummer. Sie können diese in Ihrem Handy nach der Eingabe *#06# auslesen. Geben Sie der Polizei die IMEI-Nummer, kann sie gezielt nach dem Gerät fahnden.

 

Wurden Ausweispapiere entwendet, müssen Sie UNVERZÜGLICH die entsprechenden Stellen informieren, zum Beispiel das zuständige Bürgerbüro. Unterlassen Sie dies und wird mithilfe Ihres Ausweises eine Straftat begangen, zum Beispiel ein Betrug, haben Sie einen Erklärungsnotstand. Die Online-Ausweisfunktion sperren Sie ebenfalls über die Notrufnummer 116 116.

 

Verfügen Sie über eine Hausratversicherung, melden Sie bitte umgehend den Schaden und senden Sie auch Ihrem Versicherer eine Liste mit den gestohlenen und / oder beschädigten Gegenständen.

 

Einbruchschutz für Fenster und Türen in privaten Haushalten wird immer wichtiger und es zeigt sich: Die Zahl der Einbrüche geht deutlich zurück. Wie wichtig dieser Schutz gerade für Wohnungen und Häuser ist, bestätigen uns unsere Kunden und Statistiken: Die meisten Einbrecher sind Gelegenheitsdiebe – immer auf der Suche nach günstigen Gelegenheiten. Dabei sind Alltagsgegenstände, wie Laptop, Kameras, Handys, Bargeld oder Schmuck am interessanten – und die sind in jedem deutschen Haushalt zu finden.

 

Wir bei Bresewitz spüren das steigende Interesse an Einbruchschutz durch den Zuwachs von Neukunden, von denen vor allem viele Privatpersonen sind, die ihr Eigenheim durch diese Maßnahme schützen möchten. Wenn auch Sie Ihr Heim vor Einbrüchen schützen und sich nicht ausschließlich auf die staatlichen Maßnahmen verlassen möchten, stehen wir Ihnen gerne beratend rund um das Thema Einbruchschutz zur Seite.