KfW Förderung für Einbruchschutz

KfW Förderung für Einbruchschutz

Seit 2015 kann die KfW Förderung für Einbruchschutz  bei der KfW Bankengruppe beantragt werden, die durch das Bundesinnenministerium und den KfW Konzern gefördert wird. Alle Privatpersonen, die sich vor einem Einbruch schützen wollen, können einen Zuschuss von bis zu 1.600 Euro für Maßnahmen zum Einbruchschutz erhalten. Dieser Zuschuss ist nicht an die Vergabe eines Kredites durch den KfW Bankengruppe gebunden.

Laut der KfW wurden seit 2015 bereits 200.000 Wohneinheiten mit einem Gesamtfördervolumen von 96 Mio. Euro gegen Einbrüche abgesichert. Die gleichbleibend hohe Nachfrage zeigt die andauernde Relevanz der Programme, so dass das BMI (Bundesministerium des Inneren, für Bau und Heimat) momentan 65 Mio. Euro jährlich für die Förderung von Einbruchschutzmaßnahmen bereitstellt.

Die Zuschüsse, die Privatkunden für Einbruchschutz erhalten können, sind gestaffelt: Für die ersten 1.000 Euro an förderfähigen Investitionskosten wird ein Zuschuss in Höhe von 20% gewährt. Weitere förderfähige Kosten werden mit 10% bezuschusst.

Die Zuschüsse müssen über das KfW-Zuschussportal vor Beginn der Maßnahmen beantragt werden.

Nach Informationen der KfW stehen mechanische Sicherungen bei den Kunden an erster Stelle. Hier werden der Einbau von einbruchhemmenden Wohnungs- und Haustüren, Nachrüstprodukten für sowie Nachrüstprodukte für Wohnungs- und Hauseingangstüren in Bestandsgebäuden am häufigsten gefördert. Auch nach unseren Erfahrungen kann mit diesen Maßnahmen ein wirkungsvoller Einbruchschutz erreicht werden, da es dem Einbrecher durch diese Einbruchschutzmaßnahmen erschwert wird, in das Haus einzudringen. Laut Angaben der KfW werden pro Wohneinheit durchschnittlich etwa 5.000 Euro investiert, so dass der durchschnittliche Zuschuss bei 500 Euro liegt.

Seit Einführung des Förderprogramms wurden durch die KfW kontinuierlich Verbesserungen vorgenommen:

So wurde das ursprüngliche, schriftliche Antragsverfahren im November 2016 von einem unkomplizierten Online-Verfahren im KfW Zuschussportal abgelöst und der Antragsteller erhält innerhalb weniger Augenblicke eine Förderzusage.

Im März 2017 wurde die Mindestinvestitionssumme für förderfähige Einbruchschutzmaßnahmen von 1.000 Euro auf 500 Euro abgesenkt, so dass auch kleine Sicherungsmaßnahmen wie z.B. Panzerriegel für Wohnungstüren besser gefördert werden können.

Die Einführung von gestaffelten Zuschüssen im September 2017 hat die Förderung vor allem für kleine Investitionen nochmal attraktiver gemacht.

 Was wird gefördert?

  • Der Einbau einbruchhemmender Haus- und Wohnungseingangstüren ab Widerstandsklasse RC2 nach DIN EN 1627
  • Der Einbau einbruchhemmender Garagentore und –zugänge ab Widerstandsklasse RC2 nach DIN V ENV 1627, bei direkter Verbindung von der Garage zum Wohnhaus
  • Der Einbau von Nachrüstprodukten für Haus- und Wohnungseingangstüren z.B. Querriegelschlösser, Kastenriegelschlösser, Schutzbeschläge mit Zylinderabdeckungen, Schließbleche
  • Der Einbau von Nachrüstprodukten für Fenster, Balkon- und Terrassentüren sowie einbruchhemmender Gitter und Rollläden z.B. Pilzkopfverriegelungen, Fensterstangenschlösser, Bandseitensicherungen, Fensterriegel
  • Der Einbau von Türspionen (z.B. Kamerasysteme)
  • Der Einbau von Einbruchs- und Überfallmeldeanlagen nach DIN EN 50131 Grad 2 oder besser
  • Der Einbau von Baugebundenen Assistenzsystemen z.B. elektronische Antriebssysteme und Zeitschaltuhren für Rollläden, Gegensprechanlagen, Bewegungsmelder, Beleuchtung
  • Erforderliche Nebenarbeiten

Wer wird gefördert?

 Privatpersonen, die

  • Eigentümer einer Wohnung oder eines Ein- oder Mehrfamilienhauses mit max. 2 Wohneinheiten sind
  • Ersterwerber einer sanierten Wohnung oder eines sanierten Ein- oder Zweifamilienhauses sind
  • Eine Eigentümergemeinschaft aus Privatpersonen sind
  • Mieter sind (lassen Sie die Arbeiten von Ihrem Vermieter genehmigen.)

Konditionen

Förderfähige Maßnahmen zum Einbruchschutz werden von mind. 500 Euro pro Antrag bis max. 15.000 Euro pro Wohnung gefördert.

Bis 1.000 Euro förderfähige Maßnahme – 20 %, darüber hinausgehend 10% Förderung.

So gehen Sie vor

 1. Planen Sie Ihre Maßnahme

Gern beraten wir Sie als ersten Schritt in unserer Ausstellung umfänglich zum Thema Einbruchschutz. Hier haben Sie die Möglichkeit, sich verschiedenste Nachrüstsysteme an Musterfenstern anzusehen. Wer möchte, kann auch selbst als Einbrecher „tätig werden“ und versuchen, ein Standartfenster ohne zusätzliche Einbruchschutzmaßnahmen aufzuhebeln. Sie werden erstaunt sein, wie einfach das geht!

Im Anschluss vereinbaren wir einen Aufmaß-Termin bei Ihnen zu Hause. Hier wird mit Ihnen gemeinsam der Umfang der notwendigen Maßnahmen zum Einbruchschutz besprochen. Im Anschluss erhalten Sie von uns ein individuelles Angebot.

2. Zuschuss beantragen

Stellen Sie Ihren Antrag auf Förderung unbedingt bevor die Arbeiten durch uns ausgeführt werden. Eine nachträgliche Antragstellung ist nach den Richtlinien der KfW nicht zulässig.

Sollten die genauen Kosten bei Antragstellung noch nicht bekannt sein, empfiehlt die KfW, eine Kostenschätzung zu erstellen und auch eine  Kostensteigerungen von ca. 20% oder mehr zu kalkulieren, da eine nachträgliche Antragstellung bei Kostenerhöhung nicht möglich ist. Ggf. kann auch der Höchstbetrag von 15.000 beantragt werde, auch wenn später nur ein Teilbetrag beauftragt und somit abgerufen wird.

Bitte beachten Sie auch, dass eine Zusage nur eine begrenzte Zeit gültig ist. Das Ablaufdatum finden Sie unter dem Punkt „wie geht es weiter?“ Ihrer Zusage.

3. Vorhaben umsetzen und Identität nachweisen

Nachdem Sie eine Zusage auf Ihren Antrag erhalten haben, können die beauftragten Arbeiten ausgeführt werden. Zeitgleich weisen Sie Ihre Identität gegenüber der KfW nach, dies ist per Postident-Verfahren in einer Filiale der Deutschen Post oder per Video-Identifizierung möglich.

4. Zuschuss erhalten

Nach Ausführung der Maßnahmen zum Einbruchschutz und Nachweis Ihrer Identität, können Sie die Gesamtkosten der Maßnahme im KfW-Zuschussportal erfassen und die entsprechenden Rechnungen hochladen. Anschließend wird der Zuschuss durch die KfW direkt an Sie ausgezahlt.

 

Weitere Informationen zur KfW-Förderung für Einbruchschutz finden Sie auf der Internetseite der KfW.