Nachrüstprodukte

Statistiken der Polizei legen dar, dass ca. 60 % aller Einbrüche in Mehrfamilienhäuser und ca. 80 % aller Einbrüche in Einfamilienhäuser über Fenster und Terrassentüren bzw. Balkontüren erfolgen (Quelle: polizei.nrw). In den oberen Etagen sind vor allem Wohnungstüren gefährdet. Innerhalb von Minuten verschaffen sich Einbrecher mit einfachsten Hebelwerkzeugen (z.B. Schraubendrehern) Zugang zum Objekt.

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Müssen jetzt alle Fenster ausgetauscht werden?

Die Montage neuer Fenster und Türen gibt Ihnen die Gelegenheit, einbruchhemmend zertifizierte Elemente zu wählen. Doch nicht in jeder Situation ist ein kompletter Austausch von vorhandenen Fenster- und Türelementen gegen einbruchhemmende Fenster und Türen möglich und wirtschaftlich sinnvoll. Dies gilt für die eigene Bestandsimmobilien mit neuwertigen aber ungeprüften Fenstern und Türen genauso, wie für die Mietwohnung. Für diese Fälle wurde eine Vielzahl von Nachrüstprodukten entwickelt, mit denen sich 95% aller Fenster und Türen auch nachträglich sinnvoll mechanisch absichern lassen.

Gibt es preiswerte Nachrüstprodukte?

Mit nachträglich aufgeschraubten Fensterriegeln, Fensterstangenverschlüssen oder Teleskopstangen können vorhandene Fenster und Terrassentüren bzw. Balkontüren relativ schnell und kostengünstig gesichert werden. Wichtig ist, dass diese Sicherungen in ausreichender Anzahl und fachgerecht montiert werden. Bei einem gemieteten Objekt sollte in jedem Fall die Zustimmung des Vermieters vor der Montage von Fenstersicherungen eingeholt werden, da bei der Montage häufig Fensterrahmen und/oder -Flügel angebohrt werden müssen, um die Fenstersicherungen zu befestigen. Gerade bei Montagen auf Kunststofffenstern ist ein spurenloser Rückbau nachträglich oft nicht möglich.

Welche Nachrüstprodukte bieten größtmöglichen Bedienkomfort und wenig optische Änderungen?

Optisch unauffällig lassen sich Pilzkopfbeschläge im Fensterelement integrieren.  Hierbei werden die Schließbleche im Fensterrahmen und der Beschlag im Fensterflügel getauscht. Bei geschlossenem Fenster sind diese Änderungen nicht sichtbar. Das Fenster wird weiter ausschließlich über den abschließbaren Fenstergriff bedient. Sicherheitsbeschläge können unterschiedlich viele Pilzkopfzapfen enthalten, so kann eine Einbruchhemmung in Anlehnung an die Widerstandsklassen RC1 bis RC3 erreicht werden.

Wie lassen sich eine Wohnungstür oder Haustür absichern?

Für Wohnungseingangstüren bieten sich Querriegel (Panzerriegel) an. Dieser verriegelt die Wohnungstür zusätzlich zum Grundschloss. Auch hier ist die fachgerechte Montage des Querriegels entscheidend für die Stabilität. Gegebenenfalls kann auch eine Verstärkung des Türblattes sinnvoll sein. Eine Alternative stellt eine geprüfte einbruchhemmende Wohnungstür dar.

Die Montage eines Querriegels auf einer Haustür ist aufgrund der Konstruktion des Türblattes und des angrenzenden Mauerwerks in den meisten Fällen nicht möglich. Hier empfiehlt sich die Montage eines Dreipunkthakenriegelschlosses in Kombination mit stabilen Bandseitensicherungen und einem kernzieh- und aufbohrgeschützten Profilzylinder oder eines Kernziehschutzbeschlages.

Werden einbruchhemmende Maßnahmen staatlich gefördert?

Seit 2015 kann bei der KfW Bankengruppe eine Förderung für Einbruchschutz beantragt werden. Diese Förderung von bis zu 1.600 Euro ist nicht an einen Kredit der KfW gebunden und kann von allen Privatpersonen – egal ob Eigentümer oder Mieter einer Immobilie – in Anspruch genommen werden. Hier erhalten Sie umfangreiche Informationen zur KfW-Förderung für Einbruchschutz